Fünf Tage ohne Handy? Offline von Arno Strobel

Arno Strobel Offline
Coverrechte: Fischer Verlage/Designer ©Foto Silke Tellers||World of Books and Dreams

Infos zum Buch: 

AutorIn: Arno Stobel
Titel: Offline
Format: Paperback
Genre: Psychothriller
Umfang: 368 Seiten
Verlag: Fischer Verlag
Erscheinungstermin: 25. September 2019
Preis Buch: 14,99 €
Preis eBook: 12,99 €
ISBN-13: 978-3596703944

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*Fischer Verlage*

Inhalt

Digital Detox – mehrere Tage offline sein, ohne Handy, Tablet oder sonstiges Kommunikationsmittel – genau das scheint es zu sein, was die Menschen brauchen und so gibt es nun die Möglichkeit, solch eine Reise zu buchen. Auch Jenny und ihre drei Mitarbeiter werden zu fünf Tagen in einem einsamen, noch nicht ganz renoviertem Hotel eingeladen. Gemeinsam mit einer handvoll weiteren Gästen begeben sie sich mitten im Winter auf ihre Reise. Doch in dem Hotel angekommen, werden sie von einem gewaltigem Schneesturm überrascht und völlig von der Aussenwelt abgeschlossen. Genau das wollten sie doch, oder? Doch als einer von ihnen beim Frühstück nicht erscheint und nach der Suche schwer misshandelt aufgefunden wird, beginnt die Suche nach einem Irren. Wer steckt hinter diesem Angriff? Einer von ihnen? Einer der beiden Hausmeister? Oder versteckt sich jemand im Hotel? Als dann noch ein Opfer gefunden wird, beginnen die übrigen Gäste, sich gegenseitig zu verdächtigen.

Meine Meinung

Erst einmal großes Lob zur Covergestaltung an den Verlag, denn dieses Cover sieht wirklich mal so richtig gelungen aus.
Der Einstieg in Arno Strobels neuem Psychothriller gelingt sehr leicht, denn schon der Prolog brachte das ein oder andere Gänsehautfeeling. Doch auch danach geht es spannend weiter und ich muss schon sagen, Arno Strobel weiß genau, womit er Angst machen kann, zumindest mir. Er schreibt direkt und klar und als Leser hat man das gesamte Szenario des einsamen und eingeschneiten Hotels in den Bergen direkt vor Augen. Was das ganze dann noch einmal beklemmender werden lässt, ist die Tatsache, dass sich der Täter unter den Personen, die sich im Hotel befinden, sein muss. Diese Angst, dieses gegenseitig Misstrauen der Personen im Hotel hat der Autor hier absolut gelungen dargestellt. Einsam, eingeschneit und ohne Kommunikationsmöglichkeiten befinden sich die Charaktere des Psychothrillers in dem Hotel. Man verfolgt die Diskussionen der Charaktere untereinander, man sieht ihnen zu, wie sie sich gegenseitig beschuldigen und doch hat man das Gefühl, der Lösung einfach nicht näher zu kommen.
In erster Linie verfolgt man das Geschehen aus der Perspektive einer leitenden Angestellten einer Computerfirma, Jenny. Aber auch hin und wieder erlebt man direkt die Gedanken eines der Opfer, was mir regelrecht Angst machte, denn die Taten hier sind absolut entsetzlich und was das Opfer hier durchlebt, einfach grauenhaft.
Ganz besonders gut gefallen haben mir die Beschreibungen der einzelnen Personen, die auf den ersten Blick schon wieder ein wenig klischeehaft wirkten. Der großspurige Schönling mit der Sonnenbrille, die verantwortungsbewusste leitende Angestellte, der abgehalfterte Reiseleiter usw. Doch gerade durch diese typischen Charaktere wird dem Leser recht schnell bewusst, wie sehr jeder einzelne abhängig ist. Diese Dynamik innerhalb der Gruppe, die mit zunehmender Bedrohung immer härter, immer misstrauischer wird, fand ich wirklich sehr gut gelungen und authentisch. Ich selbst hatte immer wieder einen anderen in Verdacht und lag letzten Endes dann doch falsch. Lediglich das Ende kam mir ein wenig zu abrupt vor, das hätte durchaus noch ein wenig mehr in Richtung Showdown gehen können.

Ein spannender Psychothriller bei dem Autor Arno Strobel ganz geschickt mit den Ängsten der Menschen spielt. Er macht hier deutlich, wie sehr man doch von den heutigen Kommunikationsmitteln abhängig ist und wie sehr man ohne diese doch aufgeschmissen ist. Das Szenario ist perfekt gewählt und brachte noch zusätzlich die passende Atmosphäre. Doch vor allem das Verhalten der Charaktere untereinander fand ich richtig gelungen und hier macht das Wort Psycho diesem Buch alle Ehre. Lesenswert!

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