Verblüffend – Die stumme Patientin von Alex Michaelides

Die stumme Patientin Alex Michaelides
Coverrechte: Droemer Knaur/Designer ©Foto Silke Tellers||World of Books and Dreams

Infos zum Buch: 

AutorIn: Alex Michaelides
Titel: Die stumme Patientin
ÜbersetzerIn: Kristina Lake-Zapp
Originaltitel: The silent patient
Format: Paperback
Genre: Psychothriller
Umfang: 384 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Erscheinungstermin: 02. Mai 2019
Preis Buch: 14,99 €
Preis eBook: 12,99 €
ISBN-10: 3426282143
ISBN-13: 978-3426282144
ASIN: B07JZM7Z38

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*Droemer Knaur*

Inhalt

Vor sieben Jahren fand man die Malerin Alicia Berensen blutüberströmt neben der Leiche ihres Mannes, nachdem sie ihm fünfmal aus nächster Nähe ins Gesicht geschossen hat. Seitdem verbringt sie ihre Tage in der psychiatrischen Anstalt Grove, denn seitdem hat sie kein Wort mehr gesprochen. Von ihr und ihrer Geschichte regelrecht besessen, begibt sich der Psychiater Theo Faber nach Grove, wo er alles versucht, Alicia zum Reden zu bewegen. Er verfolgt die unterschiedlichsten Spuren und jede Geschichte, die er erzählt bekommt, unterscheidet sich von der anderen. Wer ist Alicia wirklich? Das Biest oder die Heilige?

Meine Meinung

Das Cover verspricht schon einen äußerst spannenden Psychothriller und macht neugierig auf den Inhalt.
Der Einstieg gelingt sehr gut, denn auch der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Doch Alex Michaelides hat eine Art zu schreiben, bei der er zwischendurch scheinbar weit ausschweift und doch sind in diesen Ausschweifungen relevante Aspekte.
Was mich aber hier förmlich durch die Seiten getrieben hat, war die Suche nach der Antwort, was damals Alicia wirklich zugestoßen ist. In der Ich-Form erzählt der Psychiater Theo Faber von seiner Patientin und man verfolgt gemeinsam mit Theo den unterschiedlichen Spuren. Jeder, der Alicia kannte, hatte einen anderen Eindruck von der jungen Frau, für die einen war sie ein wahrer Engel, für den anderen angeblich ein Biest. Doch wer ist sie wirklich? Neben den unterschiedlichen Bekannten und Verwandten Alicias bekommt man, wie erwähnt, die unerschiedlichsten Eindrücke, doch auch Alicias Tagebucheinträge, die man hier ebenfalls findet, führen wieder in ganz andere Richtungen. Nichts und niemand scheint so, wie es scheint und Alex Michaelides lockt seine Leser immer wieder aufs Glatteis und ja, er führt diese regelrecht an der Nase herum. Überraschungen findet man hier an allen Ecken und Enden und ja, das Ende, dazu möchte ich einfach mal gar nichts sagen.
Der Autor hat auf alle Fälle ein sehr gutes Gespür für die Vielfältigkeit seiner Charaktere. Man beobachtet sie, verfolgt die unterschiedlichsten Ansätze des Psychiaters Theo Faber und stellt immer wieder neue Vermutungen an, was geschehen sein könnte.
Theo Faber macht auf den ersten Blick einen sehr loyalen und ehrlichen Eindruck, doch auch er hat eine Vergangenheit, an der er zu knabbern hat. Selbst war er einmal ein Patient und auch heute noch gibt es Zweifel in ihm. Seine Faszination für Alicia Berensen hat mich am Anfang verwirrt, doch es scheint, dass es Parallelen zwischen ihm und der verstummten Malerin gibt.
Alicia lässt mich so manches Mal Mitleid und Mitgefühl verspüren, bis wieder etwas geschieht, bei dem ich dachte, dass sie doch nicht unschuldig sei. Aber auch hier habe ich mich immer wieder in die falsche Richtung bewegt. Es bleibt bis zum Ende undurchschaubar, genauso wie das Schweigen der Frau.

Mein Fazit

Ein recht ruhiger und unaufgeregter Thriller, der definitiv das Genre Psychothriller verdient hat. Alex Michaelides schreibt flüssig und einnehmend und schafft es immer wieder neue Wendungen und Überraschungen einzubauen, die mich in andere Richtungen führten. Sehr gut durchdacht und glaubhaft schildert er die Geschichte der Malerin Alicia Berensen, aber auch die Geschichte des Psychiaters Theo Faber. Ein gelungenes Debüt, das mich letzten Endes absolut überzeugen konnte.

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