[Rezension] The House von Simon Lelic

Coverrechte: Bastei Lübbe ©Foto Silke Tellers||World of Books and Dreams

Infos zum Buch: 

AutorIn: Simon Lelic   
Titel: The House
ÜbersetzerIn: Friederike Achilles
Originaltitel: The House
Format: Taschenbuch
Genre: Thriller
Umfang: 336 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungstermin: 31. August 2018
Preis Buch: 10,00 €
Preis eBook: 8,99 €
ISBN-10: 3404177231
ISBN-13: 978-3404177233
ASIN: B0774WJ21W

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*Bastei Lübbe*

Inhalt

Jack und Sydney können ihr Glück kaum glauben, denn ausgerechnet sie erhielten den Zuschlag für das Haus, das es Sydney gleich auf den ersten Blick angetan hat. Einen kleinen Haken gibt es allerdings, denn die beiden müssen den gesamten Inhalt des Hauses mit übernehmen. An und für sich kein Problem, doch schon kurz nach dem Einzug kommt es zu merkwürdigen Ereignissen, nicht nur, dass es übel riecht, es mehren sich auch die unheimlichen Geräusche. Als dann hinter ihrem Haus eine Leiche gefunden wird, wird der Traum fast schon zum Alptraum.

Meine Meinung

Das düstere Cover mit dem knallgelben Buchschnitt machte mich gleich aufmerksam und die Geschichte auf dem Klappentext versprach eine leicht gruselige Atmosphäre in einem unheimlichen Haus. Diese Erwartung konnte sich allerdings nicht ganz erfüllen, dazu aber gleich mehr.
Simon Lelic schreibt gut verständlich, allerdings auch sehr detailreich und ausführlich, was mir an mancher Stelle zu langatmig wurde und mir gerade den Einstieg in den Thriller etwas erschwerte.
Auch das Tempo der Geschichte bleibt eher ruhig und wenig spektakulär, zumindest gab es die erhoffte Gruselatmosphäre hier leider nicht. Zwar gab es ab und an mal Momente, bei denen ich hoffte, da doch noch mehr Atmosphäre zu erhalten, aber diese verliefen sich leider. Insgesamt entwickelt sich der Thriller dann doch eher in die Richtung eines Dramas, welches sich aus der Vergangenheit der Protagonistin Sydney ergibt.
Unterteilt ist das Buch in zwei größeren Abschnitten, die aus wechselnder Ich-Perspektive durch die beiden Protagonisten Jack und Sydney erzählt werden. Während man durch Jack mehr über das aktuelle Geschehen erfährt, schweifen Sydneys Gedanken immer wieder in die Vergangenheit. Sydney wird hier vor allem durch den gewalttätigen Nachbarn getriggert, wodurch ihr ihre eigene Kindheit nur zu sehr wieder in die Erinnerungen gerät. Ich möchte hier gar nicht mehr weiter auf den Inhalt eingehen, da es doch zu sehr spoilern würde, nur so viel: die Auflösung des ganzen kam ein wenig zu früh und zu einfach. Ich hätte es mir hier mehr gewünscht, dass man da mehr rätseln könnte.
Die Protagonisten Jack und Sydney waren durchaus vorstellbar ausgearbeitet, aber trotzdem gab es auch bei ihnen zu wenig Überraschungen. Gerade durch das Thema Kindesmisshandlungen, was hier durch Sydney und auch durch Nachbarstochter Elsie, einen großen Raum einnimmt, hätte das ganze doch intensiver werden müssen, allerdings blieb dies nur eher wie ein Mittel, um die Auflösung klarer werden zu lassen.
Die Nebencharaktere bleiben hier sehr blass und nehmen auch keine besonderen Rollen ein, gerade da hätte man noch mehr mit einbringen können, um die gesamte Story spannender werden zu lassen.

Mein Fazit

Ein zu geradliniger und zu konstruierter Thriller, der leider nur wenige Überraschungen bereit hielt. Mit dem Thema als Hintergrund hätte man viel mehr aus dieser Geschichte machen können. Auch wurde meine Erwartung an das Buch anhand des Klappentextes nicht erfüllt, denn im Prinzip geht es hier nicht um das unheimliche Haus. Schade, denn ich hatte mehr erwartet.

Ein Gedanke zu „[Rezension] The House von Simon Lelic

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