[Rezension] Wenn die Kraniche wieder ziehen von Annette Hennig

Coverrechte: Annette Hennig

Infos zum Buch:

AutorIn: Annette Hennig
Titel: Wenn die Kraniche wieder ziehen
Sankt-Petersburg-Trilogie 1
Format: Taschenbuch
Genre: Roman/Familienroman
Umfang: 496 Seiten
Verlag: Independently published
Erscheinungstermin: 08. November 2018
Preis Buch: 9,99 €
Preis eBook: 4,99 €
ISBN-10: 1730913997
ISBN-13: 978-1730913990
ASIN: B07GXZ58MN

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Inhalt

Wir schreiben das Jahr 1914 in St. Petersburg – die siebzehnjährige Fürstentochter Anastasija soll auf Wunsch ihrer Mutter Feodora verheiratet werden. Auf den ersten Blick passt das der jungen Frau gar nicht, denn eigentlich ist sie am liebsten auf dem Rücken ihres Pferdes. Doch als sie es gemeinsam mit ihrem Bruder schafft, dass sich der Mann, von dem sie bereits seit langem träumt, für sie interessiert, widersetzt sie sich der Mutter nicht mehr. Nichts scheint ihr Glück zu trügen, aber dann kommt es zum ersten Weltkrieg und das Schicksal meint es nicht immer gut mit Anastasija.
Viele Jahre später sitzt Anastasija als alte Frau von 98 Jahren und diese blickt nun zurück auf ihr langes, erlebnisreiches Leben.

Meine Meinung

Schon lange kann mich Autorin Annette Hennig immer wieder mit ihren wundervoll erzählten Romanen begeistern. Zum einen mag ich einfach Familiengeschichten mit historischem Hintergrund, zum anderen gibt es hier immer ganz viel zu entdecken.
In “Wenn die Kraniche wieder ziehen” versetzt uns die Autorin dieses Mal nach Russland, in die Zeit des ersten Weltkrieges. Wie immer erzählt sie mit einer sehr melodisch klingenden, aber auch sehr gefühlvollen Sprache, mit der die Autorin mich immer wieder einfangen kann. Sie erschafft lebendige Bilder und ich fühlte mich regelrecht an den Fürstenhof der Repnins gebracht.
Die Geschichte ist lebendig erzählt, man verfolgt Anastasija und ihre Erlebnisse und es wird niemals langweilig. Das liegt zum einen durchaus an der Zeit, in der das Buch spielt, denn diese Zeiten und Erzählungen aus diesen Zeiten finde ich immer wieder äußerst spannend, wenn sie mich auch immer mit einem gewissen Schwermut zurücklassen. Durch wechselnde Perspektiven und auch Zeitsprünge, die allerdings in Überschriften angekündigt werden, bekommt man ein Bild von einer sehr beeindruckenden Frau und derem bewegten Leben.
Natürlich gibt es in der Geschichte auch wieder Geheimnisse aus längst vergangener Zeit, welche einst unbemerkt blieben und erst viel später geklärt werden. Dieser Punkt sorgt einmal mehr für Lesefluss und Spannung und ich persönlich war wieder einmal viel zu schnell durch die Seiten.
Über Russland in dieser Zeit weiß ich gar nicht so viel, aber man spürt, dass sich die Autorin Annette Hennig hier wieder Zeit genommen hat, um über die Hintergründe mehr herauszufinden. Alles wirkt authentisch und man fühlt sich wie ein Zeuge der Zeit.
Aber wieder einmal sind es die unterschiedlichen Figuren der Geschichte, die mich einfach mitgenommen haben. Selbstverstädnlich allen voran Fürstentochter Anastasija, die so lebendig und mutig war und mit der ich mich sehr schnell verbunden fühlte. Doch auch die anderen Charaktere sind wieder einmal sehr lebendig gezeichnet, sorgen für Überraschungen und Wendungen und haben Ecken und Kanten. Man hat beim Lesen wieder einmal das Gefühl, einer wahren Geschichte zu lauschen.

Mein Fazit

Freunde von Familiengeschichten auf verschiedenen Zeitebenen sind mit dieser Geschichte bestimmt gut versorgt. Gut recherchierte historische Begebenheiten lassen die Geschichte lebendig und real wirken und man fiebert mit den Charakteren mit. Ganz besonders gefällt mir dieser unheimlich harmonische, gefühlvolle Schreibstil, der absolut zur Zeit passt, in der die Geschichte, zu großen Teilen, spielt, aber dabei niemals aufgesetzt wirkt. Von mir gibt es wieder einmal eine klare Leseempfehlung!

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