[Rezension] Dinge, die mir gehören von Christian Kärger

Coverrechte: Penguin Verlag ©Foto Silke Tellers||World of Books and Dreams

Infos zum Buch:

AutorIn: Christian Kärger
Titel: Dinge, die mir gehören
Format: Taschenbuch
Genre: Thriller
Umfang: 448 Seiten
Verlag: Penguin Verlag
Erscheinungstermin: 09. Juli 2018
Preis Buch: 10,00 €
Preis ebook: 9,99 €
ISBN-10: 3328100938
ISBN-13: 978-3328100935
ASIN: B077BZ9699

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*Verlagsgruppe Randomhouse Penguin*

Inhalt

Kriminalhauptkommissar Simon und sein Kollege Lockhardt sind auf der Suche nach einem kleinen Jungen, der entführt wurde. Als sie über das Telefon eine anonyme Nachricht erhalten, wo sich der Junge befinden würde, machen sie sich ohne Umschweife auf den Weg in ein abgelegenes Haus mitten im Wald. Doch als sie dort ankommen, finden sie sowohl den mutmaßlichen Entführer an den Füßen aufgehangen, mit durchtrennter Kehle als auch den kleinen Jungen vor. Aber wer hat den Entführer getötet? Kaum mit den Ermittlungen zu diesem Mord angefangen, kommt es auch schon zu einem weiteren Mord. Auch hier wurde das Opfer an den Füßen aufgehangen und ausgeblutet aufgefunden. Was allerdings Simon noch mehr erschreckt, er findet Dinge am Tatort vor, die aus seiner eigenen Wohnung stammen.

Meine Meinung

Ein schlichtes Cover, bei dem mich eher der Titel dazu verlockte das Buch in die Hand zu nehmen, versprach aber mit seinem Klappentext eine sehr spannende Story.
Der Autor Christian Kärger schreibt sehr detailreich, aber auch flüssig und direkt und man merkt ihm bei seinem Thrillerdebüt den Drehbuchautor durchaus an, denn er weiß, mit welchen Momente er den Leser mitnehmen kann. Es gibt hier durchaus den ein oder anderen Gänsehautmoment, vor allem oder gerade auch im ersten Kapitel, mit dem er den Leser umgehend neugierig macht. Durch teilweise genau beschriebene Tatorte oder auch Szenen der Morde würde ich allerdings sagen, dass es nicht unbedingt ein Thriller für zartbesaitete Leser ist. Wer aber keine Probleme mit manchmal etwas schockierenden Bildern hat, ist hier sehr gut aufgehoben.
Der Thriller liest sich spannend und bietet sehr gute Unterhaltung, temporeiche Szenen wechseln sich mit ruhigeren Momenten ab und so kommt der Leser immer mal wieder zu Phasen, in denen der Adrenalinspiegel sinkt. Auch einige Wendungen sorgten immer wieder für Überraschungen und auch einen Showdown gibt es hier. Manches davon scheint mir ein bisschen weit hergeholt und ist auch nicht immer absolut realistisch, aber es sorgt auf jeden Fall für spannende Lesestunden. Kärger verfügt auf jeden Fall über die Gabe, dem Leser ein lebhaftes Kopfkino zu bescheren, welches durch die Seiten treibt.
Mit wechselnden Perspektiven führt der Autor durch den Thriller, wobei der Ermittler Paul Simon hier im Mittelpunkt steht. Was den pychologischen Aspekt angeht, hätte ich mir gerne noch intensivere Gedanken des Täters gewünscht, man erfährt zwar durchaus mehr über die Hintergründe zu den Taten, aber hier kann es ruhig noch ein wenig mehr in die Tiefe gehen. Das meiste davon erfährt man hier erst zum Schluss, auch wenn man hier genügend Gelegenheit erhält, mitzurätseln und Theorien aufzustellen.
Mit Paul Simon hat der Autor einen sehr interessanten Charakter erschaffen, den man in diesem ersten Band einer vermutlichen Reihe recht gut kennenlernen kann. Er handelt durchaus schonmal aus dem Bauch heraus, was nicht immer von allen Seiten Zustimmung findet. Doch sein Partner Lockhardt steht zu ihm und die beiden ergeben ein wirklich gelungenes Team, von dem ich sehr gerne mehr lesen möchte. Während Simon der impulsivere der beiden Ermittler ist, schafft es Lockhardt eher ruhig zu bleiben. Dabei ist er Simon gegenüber absolut loyal und gemeinsam sind sie wirklich gute Partner.
Nebencharaktere gibt es hier durchaus einige, die allerdings nur den nötigen Einfluss auf die Handlung nehmen und nur wenig Tiefe erhalten. Was aber dem Thriller keinen Abbruch gibt, denn sie sorgen für das nötige Tempo.

Mein Fazit

Ein Thriller mit einem großen Unterhaltungswert, der sich wie ein Film liest, da der Autor hier für viel Kopfkino sorgt. Es ist nicht immer alles absolut logisch, aber durchaus gut konstruiert und der Verlauf der Handlung ist dabei so spannend, dass man gefesselt ist von der Handlung. Mit Simon und Lockhardt gibt es hier ein interessantes Duo, von dem ich persönlich sehr gerne mehr lesen möchte. Eine Empfehlung an Thrillerleser, die es auch gerne mal detailreich mögen.

2 Gedanken zu „[Rezension] Dinge, die mir gehören von Christian Kärger

  1. Shani Antworten

    Hi Silke,

    interessanter Beitrag und tolle Bildgestaltung beim Beitragsfoto. Da juckt es mir ja glatt in den Fingern auch mal wieder einen Thriller zu lesen.

    Liebste Grüße,
    Shani

    • Silly Autor des BeitragsAntworten

      Hallo Shani,

      oh, vielen lieben Dank! *_* Das freut mich!

      Den Thriller kann ich auf jeden Fall empfehlen, ansonsten lohnen sich auch immer Chris Carter und Matthew J. Arlidge Thriller. Falls es so richtig in den Fingern juckt. ^^

      Liebe Grüße
      Silke

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