[Rezension] Blutschatten von Kathy Reichs

Infos zum Buch:

Coverrechte: Blessing Verlag ©Foto Silke Tellers||World of Books and Dreams

AutorIn: Kathy Reichs
Titel: Blutschatten
Originaltitel: Two Nights
ÜbersetzerIn: Heike Schlatterer
Der erste Fall für Sunday Night
Format: Hardcover
Genre: Thriller
Umfang: 400 Seiten
Verlag: Karl Blessing Verlag
Erscheinungstermin: 05. März 2018
Preis Buch: 20,00 €
ISBN-10: 3896676210
ISBN-13: 978-3896676214

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*Verlagsgruppe Randomhouse Blessing*

Inhalt

Sunday Night wurde unehrenhaft aus dem Militärdienst entlassen und auch ihre Stelle bei der Polizei war nicht von Erfolg gekrönt. Heute lebt sie allein und ohne von irgendeinem bemerkt zu werden. Doch dann bittet sie jemand um Hilfe. Die Enkelin der reichen Witwe Drucker ist spurlos verschwunden, nachdem ihre Familie vor der Schule des Mädchens einem Bombenattentat zum Opfer fiel. Sunday beginnt zu forschen, was damals wirklich mit Stella passiert ist. Warum wurde sie entführt? Lebt sie überhaupt noch?

Meine Meinung

Wer kennt sie nicht, Kathy Reichs und ihre berühmte forensische Anthropologin Temperence Brennan?! Das sie nun eine neue Ermittlerin aufs Tapet brachte, machte mich umgehend neugierig.
Klappentext und Cover sind sehr interessant gestaltet, so dass auch dieses anspricht und den Leser dazu verlockt, das Buch in die Hand zu nehmen. Aber hier fällt natürlich vor allem auch der Name der Autorin gleich ins Auge.
Der Einstieg fällt recht leicht, denn Kathy Reichs kann einfach erzählen. Sie schreibt auch hier gewohnt flüssig und mitreißend, doch ich muss sagen, dass sie mir ein wenig zu viel abschweift und davon berichtet, was Sunday gerade erlebt und zwar nicht, was die reine Ermittlung angeht, sondern eher, wo sie gerade langgeht, welche Waffe sie trägt etc. Somit nimmt die zu Beginn noch sehr spannende Handlung recht schnell ab und der Thriller verliert über weite Strecken sein Tempo. Zwar war ich durchaus interssiert an der Auflösung des Falls, doch es fiel mir manchmal recht schwer, am Ball zu bleiben.
Weite Teile der Handlung werden aus der Sicht Sunday Nights erzählt, aber immer wieder gibt es Einschübe einer unbekannten Person, die mich dann auch wieder neugierig machten. So hatte ich beim Lesen den Eindruck zwischen Spannung und Längen hin und herzuschwanken und erst im letzten Drittel wurde es dann unvorhersehbarer und es gab einige Wendungen, die ich nicht vorausgesehen hatte.
Erzählt wird der Thriller in der Ich-Perspektive aus Sundays Sicht, somit hat man als Leser einen sehr guten Einblick auf die äußerst ungewöhnliche Protagonistin.
Sunday Night ist eine sehr schwierige Person, die es mir am Anfang nicht leicht gemacht hat, sie zu mögen. Sie ist voller Widersprüche und ich hatte beim Lesen durchaus auch den Eindruck, dass sie nicht nur auf der Suche nach dem verschwundenen Mädchen ist. Wie so oft bei Ermittlern in Thrillern hat auch Sunday eine schwere Vergangenheit und muss sich auch mit sich selbst auseinandersetzen.
Während des Falls trifft Sunday auf so einige Personen, vor allem auch auf die Polizisten, die einst mit den Ermittlungen rund um das Verschwinden Stellas begangen. Das Verhältnis der Personen untereinander ist nicht gerade leicht, aber machten den Thriller doch auch wieder interessanter.

Mein Fazit

Der Schreibstil der Autorin ist auch in dieser neuen Reihe durchaus wiederzuerkennen und doch habe ich etwas Zeit benötigt, mich an die neue Protagonistin zu gewöhnen. Mag sein, dass es daran liegt, dass man die Autorin auch auf dem ersten Blick wohl mit Tempe Brennan in Verbindung bringt und das muss man doch ausblenden, um sich hier mehr einzulesen. Wären da nicht immer wieder diese langen Beschreibungen der Handlung gewesen, die mir zwischendurch das Lesen etwas schwerer machten, hätte mir der Fall durchaus gut gefallen, denn er birgt doch mehr Wendungen, als zunächst vermutet. Mit Sunday Night bringt die Autorin auf jeden Fall eine neue und interessante Ermittlerin und ich bin durchaus geneigt, mehr über sie zu erfahren.

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