[Rezension] Sternschnuppengeflüster von Sofie Cramer

Infos zum Buch:

Coverrechte: Carlsen Verlag © Foto Silke Tellers||World of Books and Dreams

AutorIn: Sofie Cramer
Titel: Sternschnuppengeflüster
Format: Hardcover
Genre: Jugendbuch
Empfohlenes Lesealter: 11 – 15 Jahre
Umfang: 288 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag
Erscheinungstermin: 30. April 2018
Preis Buch: 11,99 €
Preis ebook: 7,99 €
ISBN-10: 3551651841
ISBN-13: 978-3551651846
ASIN: B077Q466Y9

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Carlsen Verlag

Inhalt

Die Sommerferien stehen bevor und alle sind in guter Stimmung, alle bis auf drei Mädchen. Diese drei kennen sich noch nicht, aber alle drei haben eines gemeinsam, im Moment scheint einfach alles schief zu laufen. Da wäre Leni, sie fühlt sich zu dick, hat Haare wie Spaghetti und auch sonst ist so gar nichts hübsch an ihr. Ausgerechnet sie steht auf Nick, der Mädchenschwarm der Schule und dieser kommt nach den Sommerferien in ihre Klasse. Dann ist da Amelie, aus dem Süden Deutschlands nach Lübeck gezogen, ohne eine richtige Freundin an ihrer Seite und ihre Eltern streiten sich nur noch, Amelie befürchtet, dass sie sich scheiden lassen wollen. Zu guter Letzt ist da noch die große und bildhübsche Paula, deren größter Wunsch es wäre, Schauspielerin zu werden. Talent, das hat sie, sagt zumindest ihre Lehrerin, doch ihre Eltern würden es ihr nie erlauben. Alle drei entdecken etwas, nämlich die Wunschapp Sternschnuppengeflüster, denn diese macht ein Versprechen, dass sie bis zum Ende der Ferien ihren größten Wunsch erfüllt bekommen, wenn sie sich anmelden.

Meine Meinung

Das Cover ist einfach nur bezaubernd und verlockte gleich  dazu, das Buch einmal genauer zu betrachten. Ich muss zugeben, dass ich hier gleich vorweg sagen muss, dass diese Geschichte durchweg ein Buch für junge Leser ist, aber für diese Zielgruppe ist es absolut empfehlenswert, denn Sofie Cramer erzählt hier eine Geschichte, die gerade für viele junge Mädchen absolut aktuell sein wird. Mir als Erwachsene hat die Geschichte aber durchaus ein Lächeln entlocken können und ich fand sie wirklich süß.
Sofie Cramer erzählt sehr locker und leicht und auch mit einer Sprache, die ich täglich von meiner eigenen, zehnjährigen Tochter zu hören bekomme. Ich hatte hier keine Zweifel, dass es drei junge Mädchen sind, die hier ihre Geschichte und ihren größten Wunsch erzählen. Es liest sich schnell und flüssig und ich war in kürzester Zeit durch das Buch.
Gefallen hat mir hier ganz besonders, dass Sofie Cramer ihre jungen Protagonistinnen wie die Mädchen von nebenan wirken lässt. Sie haben Probleme eines Teenagers und diese sind für sie in diesem Moment der absolute Mittelpunkt. Es ist wie aus dem Alltag gegriffen und doch ist es wirklich wunderbar umgesetzt, denn es passt zu unserer Zeit. Diese Wunschapp ließ mich schmunzeln, denn diese hat eines geschafft, sie hat die Mädchen miteinander verbunden und Freunde aus ihnen gemacht und alle drei haben gelernt, dass sie durchaus an sich glauben müssen. Es geht hier um Selbstzweifel eines jungen Mädchens, um Verlustängste eines anderen und um die Zukunft der Dritten und all das wurde einfach charmant erzählt.
Aus abwechselnden Perspektiven zwischen Leni, Amelie und Paula erleben wir die Geschichte und auch ich konnte mich einmal wieder zurückerinnern, wie es als Teenie war. Was für uns auf den ersten Blick als flach und nur wenig bedeutend erscheint, ist in diesem Moment für die Mädchen sehr wichtig. Sofie Cramer schafft es, dass ich das alles nachvollziehen und glauben konnte.
Die drei Protagonistinnen haben mir ebenfalls sehr gut gefallen und waren mir sehr sympathisch. Leni mit all ihren Zweifeln vor allem an ihrem Äußeren. Doch sie lernt in dieser Geschichte etwas ganz wichtiges: das Äußere ist nur der Schein, was wichtig ist, ist das Innere. Dann ist da Amelie, die zwar materiell alles hat, was ein Teenieherz begehrt und doch steht sie Ängste aus, denen sie sich allein stellen muss, da ihre Freundinnen weit entfernt sind. Paula ist eine sehr selbstsichere Persönlichkeit, doch auch sie hat Sorgen und glaubt, dass man ihr eh nicht entgegen kommt. Diese drei Mädchen bekommen durch ihre App eine Verbindung und lernen, dass es wichtig ist, an sich selbst zu glauben. Eine tolle Botschaft an alle jungen Leserinnen.

Mein Fazit

Eine sehr süße Geschichte, die perfekt für den jungen Leser der genannten Zielgruppe (11 – 15 Jahre) ist. Für einen erwachsenen Leser scheint die Geschichte sehr flach zu sein, doch Sofie Cramer bringt ihre Botschaft ganz still und leise mit in die Handlung ein. Eine Leseempfehlung für alle jungen Leser.

 

6 Gedanken zu „[Rezension] Sternschnuppengeflüster von Sofie Cramer

  1. Anja Antworten

    Hallo Silke,
    du beschreibst das Buch wirklich toll – fast könnte ich anfangen, an meiner eigenen Bewertung zu zweifeln. Aber nur fast. Obwohl ich die Geschichte auch super süß fand und sie an nur einem Tag gelesen habe, fand ich besonders Leni und Amelie unglücklich dargestellt. Die eine wirft nur so mit dem Geld um sich, die andere will sich schlank hungern, obwohl sie offensichtlich kaum/ kein Übergewicht hat… Dies wird mir bis zuletzt zu wenig reflektiert. Während bei Leni ein wenig umdenken umsetzt, wird Amelies Verhalten nicht hinterfragt, was ich gerade für die Zielgruppe unglücklich finde.
    Viele Grüße
    Anja

    • Silly Autor des BeitragsAntworten

      Hallo Anja,

      ja, du hast da absolut Recht, man hätte diese Themen mehr reflektieren können. Wobei ich zumindest bei Leni glaube, dass sie gar nicht so extrem ist, in ihrem Hungerwahn. Sie hat mich sogar sehr an mich selbst erinnert, man wünscht sich dünn zu sein, aber dann ist da dieses Stück Pizza… :D
      Was Amelie betrifft, muss ich zugeben, dass ich es jetzt gar nicht so extrem empfunden habe, was das Geld betrifft. Aber das ist durchaus zutreffend, vielleicht hätte man das anders angehen können.

      Liebe Grüße
      Silk

      • Anja Antworten

        Huhu,
        Leni wird zum Glück beim Anblick von Essen immer wieder schwach. Gites Mädchen :D Dass Lenis Schulfreundin aber sofort auf den Abnehmkram anspringt und sie bei der kompletten Typveränderung unterstützt bzw. fast schon drängt, fand ich sehr unglücklich. Da fehlte mir das “Gegengewicht” ;) Und Leni ist ja offensichtlich gar nicht dick, wie man aus der ersten Begegnung mit Amelie (die ich aus Amelies Sicht wirklich sehr witzig fand) rauslesen kann.

        Und eine 14-jährige, die mal eben tagelang Hotelzimmer bucht mit Drei-Gänge-Menü, nunja… Ihre “Strafe” war, dass sie sich völlig verrannt hat, aber ansonsten blieb die ganze Aktion am Ende komplett unerwähnt.

        Was mir dabei aber wirklich schwer fällt, ist einzuschätzen, wie ich das als kindlicher Leser aufgenommen hätte. Ich habe als Teenanger Stephen King gelesen, lehrreich war das wohl auch eher nicht :D

        Viele Grüße
        Anja

        • Silly Autor des BeitragsAntworten

          Huhu Anja,

          deshalb musste ich bei Leni auch an mich denken… ^^

          Ja gut, das hätte man definitiv anders einbauen können, bzw hätte diese Handlung Konsequenzen haben müssen. Ich achte mal darauf, ob meine Tochter dazu etwas sagen wird (wobei sie erst 10 ist und da eher unbedarft).

          Liebe Grüße
          Silke

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