[Rezension] Der Mitternachtsgarten von Victoria Fox

Coverrechte: Aufbau Taschenbuch ©Foto Silke Tellers||World of Books and Dreams

Infos zum Buch:

AutorIn: Victoria Fox
Titel: Der Mitternachtsgarten
Originaltitel: The silent Fontain
ÜbersetzerIn: Juliane Pahnke
Format: Taschenbuch
Genre: Roman/Familienroman
Umfang: 480 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Erscheinungstermin: 16. Februar 2018
Preis Buch: 9,99 €
Preis ebook: 7,99 €
ISBN-10: 374663363X
ISBN-13: 978-3746633633
ASIN: B07253JF5F

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*Aufbau Taschenbuch*

Inhalt

Nachdem Lucy in ihrer Heimat London einen schwer wiegenden Fehler begangen hat, ist sie mehr als erleichtert, als sie eine Stelle als Haushälterin in Florenz angeboten bekommt. Kurzerhand tritt sie die Reise an und arbeitet im Castillo Barbarossa, dessen Hausherrin einst eine gefeierte Schauspielerin war. Vivien Lockhart folgte damals ihrem Mann Giovanni in die Heimat, doch dann gab es ein schreckliches Ereignis, das ihr Leben völlig veränderte. Lucy begegnet Max, dem Neffe der ehemaligen Haushälterin des Castillos, Adalina, der ihr von seiner Tante erzählt und dass diese große Schuldgefühle hatte. Neugierig begibt sich Lucy auf die Suche nach der Vergangenheit und findet dabei Viviens Tagebuch. Was geschah damals im Castillo wirklich?

Meine Meinung

Das Cover gefiel mir gleich auf den ersten Blick und da ich Romane auf zwei Zeitebenen sehr mag, war ich auch hier gleich neugierig auf die Geschichte.
Der Schreibstil der Autorin Victoria Fox ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und durch die zu Beginn noch völlig unklaren Ereignisse, sowohl die Vergangenen als auch die in der Gegenwart, wurde ich sehr neugierig. Doch zu Beginn fiel es mir ein wenig schwerer, mich in die Protagonistin Lucy und deren Geschichte zu versetzen. Zwar war ich äußerst neugierig, wovor sie fortlief, doch es zog sich ein wenig, bis ich davon gefesselt wurde. Ganz im Gegensatz dazu steht allerdings die Geschichte Viviens, die mich sehr schnell einnehmen konnte und die immer spannender wurde.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen wiedergegeben und wir lernen zunächst Lucy kennen, die in der Ich-Perspektive von ihren Erlebnissen in der Toskana und der äußerst selsamen Begebenheiten auf dem alten Castillo erzählt. Währenddessen berichtet ein Erzähler in der dritten Person von den längst vergangenen Tagen. Dabei bleibt das Geheimnis sehr lange undurchschaubar und Victoria Fox gelang es hier doch immer wieder, mich aufs Neue zu überraschen. Beinahe wie ein Krimi wird Viviens Leben von dem Fortgang von ihrer eigenen, strengen Familie, zu ihrem Beginn der Schauspielkarriere bis hin zu den Geschehnissen in der Toskana erzählt und mich konnte dieser Part sehr gut unterhalten. Darunter litt allerdings wiederum ein wenig das aktuelle Geschehen rund um Lucy, von denen ich auch ein wenig mehr erwartet habe.
Vivien ist eine sehr interessante Persönlichkeit, deren Entwicklung mir sehr gut gefallen hat. Nach ihrer regelrechten Flucht aus dem Elternhaus schafft sie es, sich in einer Glamourwelt zurecht zu finden, doch auch da fühlt sie sich nicht wohl. Erst als sie den jungen Arzt Gio kennenlernt und sich verliebt, scheint ihr Leben eine Wendung zu nehmen, von der sie immer träumte. Ich mochte Vivien eigentlich sehr gerne und konnte mich eine ganze Zeit lang sehr gut in sie hineindenken. Ich habe mit ihr mitgefühlt und auch mitgelitten. Auch die weiteren Charaktere aus der Vergangenheit wurden glaubwürdig gezeichnet und brachten hier Abwechslung in die Geschichte.
Lucy war für mich dafür ein wenig zu flach gezeichnet, was wahrscheinlich daran lag, dass ich mich von Beginn an auf Abstand zu ihr begab. Woran dies genau lag, kann ich gar nicht richtig benennen und erst zum Ende hin kam ich ihr als Figur ein wenig näher.
Trotzdem haben mir die Charaktere im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, denn sie waren lebendig und authentisch. Sie brachten mich zum Grübeln und Miträtseln und gaben ein glaubwürdiges Gesamtbild ab.

Mein Fazit

Ein unterhaltsamer Roman auf zwei Zeitebenen, von der mich gerade der Part in der Vergangenheit neugierig machte und begeistern konnte. Ein flüssiger und klarer Schreibstil sorgten für einen angenehmen Lesefluss und viele spannende und überraschende Momente konnten mich fesseln. Wer Familienromane mit Geheimissen in der Vergangenheit mag, sollte hier einmal hineinlesen.

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