[Rezension] Wedora Schatten und Tod von Markus Heitz

Während mich Teil 1 zum großen Teil fesseln konnte, konnte mich Teil 2 absolut begeistern.

Infos zum Buch:

Coverrechte: Droemer Knaur © Foto Silke Tellers||World of Books and Dreams

AutorIn: Markus Heitz
Titel: Wedora Schatten und Tod
Format: Klappbroschur
Genre: Fantasy
Umfang: 656 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Erscheinungstermin: 21. August 2017
Preis Buch: 16,99 €
Preis ebook: 14,99 €
ISBN-10: 3426654369
ISBN-13: 978-3426654361
ASIN: B06Y22CRP6

Mehr Infos zum Buch (Werbung):

*Droemer Knaur*

Inhalt

Achtung: da Band 2 einer Dilogie gibt es Spoiler zum Inhalt des ersten Bandes!

Nachdem die Freunde Liothan und Tomeija durch den Witgo Durus von Walfor in die Wüstenstadt Wedora gebannt wurden, gelang es ihnen, hier Fuß zu fassen. Während Tomeija vom geheimnisvollen Herrscher Wedoras zur obersten Gesetzeshüterin ernannt wird, beginnt Liothan sich in seiner prunkvollen Stadtvilla zu langweilen. Doch dann fällt ihm ein, dass es genau unter dieser Villa geheime Gänge gibt und er diese noch nicht erforscht hat. Dabei trifft er auf Gestalten der Unterwelt, mit denen er sich verbündet. Als wäre das noch nicht genug, beginnen auch noch benachbarte Reiche gegen Wedora in den Krieg zu ziehen und plötzlich gehören die Beiden zu den wichtigsten Personen in Wedora.

Meine Meinung

Bereits der erste Band der Wedora Dilogie konnte mich mit seinem ungewöhnlichen und spannenden Setting begeistern. Genau so geht es auch mit dem zweiten Band weiter, doch hier zieht der Autor Markus Heitz auch noch recht deutlich mit an der Spannungsschraube. Der Schreibstil konnte mich auch dieses Mal wieder fesseln, denn Heitz schafft es, seine fantasievollen Welten mit dem passenden Maß an Details lebendig und vorstellbar werden zu lassen. Dabei schreibt er noch flüssig und mitreißend und versetzt den Leser regelrecht mitten ins Geschehen. Aber auch hier braucht der Leser durchaus ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit beim Lesen, denn es gibt hier, zwar zum Teil bekannte Namen aus Band 1, eine Menge Begriffe, die völlig neu sind.
Wie gerade schon erwähnt, wird es hier deutlich spannender, aber auch noch einmal mehr brutaler, denn es kommt hier immer wieder zu Kämpfen, bei denen auch nicht vor blutigen Details Halt gemacht wird. Hier gibt es nur wenige Momente, die den Leser zu Atem kommen lassen und immer wieder wird man mitten in die Ereignisse versetzt. Das hat mir hier durchaus sehr gut gefallen, sorgte dies immer wieder für Tempo und Abwechslung.
Die Stadt Wedora konnte mich schon im Vorgänger faszinieren, doch hier haben unsere Protagonisten neben der fremden Welt auch noch zusätzlich mit dem berühmt berüchtigten Sturm, dem Kara Buran zu kämpfen. Das macht die Atmosphäre zusätzlich düsterer und fremder und man kann sich schnell vorstellen, wie dies auf die in Wedora lebenden Menschen wirkt.
Erzählt wird hier wieder durch den Erzähler in der dritten Person, dieser wechselt zwischen den Ereignissen in Walfor und Wedora und in Wedora selber noch einmal zwischen den Protagonisten Liothan und Tomeija. Diese sind hier wieder einmal mehr auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes anzutreffen und unter anderem auch dadurch wieder voneinander getrennt.
In Band zwei treffen wir auf alte Bekannte, wie unsere beiden Protagonisten Liothan und Tomeija, aber auch weitere Charaktere, die man bereits aus Band eins kannte. Tomeija ist weiterhin die beeindruckende Kämpferin, die mit sehr viel Köpfchen agiert und sich nicht so schnell in die Irre führen lässt. Kein Wunder also, dass der Herrscher Wedoras sie zu seiner obersten Gesetzeshüterin ernannt hat. Aber ein bisschen mehr hat es mir wieder Liothan angetan, der mit seiner, teilweise schon sehr leichtsinnigen Art, mich einfach noch mehr begeistern konnte. Zusammen sind die Beiden die richtige Mischung, um für Action und Abwechslung zu sorgen.
Neben diesen Beiden gibt es eine ganze Menge weiterer Figuren, von denen mir z. B. Atha in Walfor noch sehr gut gefallen hat. Sie gehört zu einem Söldnertrupp und ist eigentlich eine Witga, allerdings mit nur geringen Fähigkeiten und trotzdem hat sie ganz viel Herz und Wille, mit dem sie mich beeindrucken konnte. Natürlich erschafft Heitz auch eine ganze Menge fantasievoller Gestalten, die den Leser noch zusätzlich Spannung bieten und alles noch einmal mehr aussergewöhnlich wirken lassen.

Mein Fazit

Alles in allem fand ich den zweiten Band noch einmal etwas spannender als sein Vorgänger, was allerdings auch damit zusammenhängt, dass ich einiges bereits aus dem ersten Teil kannte. Ein toller Schreibstil und vor allem die beiden Protagonisten konnten mich hier wieder einmal begeistern. Wer den ersten Teil der Dilogie mochte, kommt auch nicht drumherum, den zweiten Band zu lesen. Leser, die Dark Fantasy mögen, sollten hier unbedingt einmal hineinschnuppern.

2 Gedanken zu „[Rezension] Wedora Schatten und Tod von Markus Heitz

  1. Aleshanee Tawariell Antworten

    Huhu!

    Ich fand den zweiten auch besser – wobei es da einige auch andersherum sehen … aber egal. Beide Bände waren toll, aber der zweite hatte noch etwas mehr Pfiff – wie du schon sagst, man kannte auch einiges schon aus dem ersten, gerade die Charaktere, die fand ich ja richtig klasse!
    Da würde ich mich über eine weitere Fortsetzung freuen – aber die ist ja leider nicht geplant.

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Silly Autor des BeitragsAntworten

      Hallo Aleshanee,

      ich glaube, mir gefiel Band 2 tatsächlich besser, weil ich nicht mehr so oft überlegen musste, wer da gerade handelte oder Begriffe kannte. Das Worldbuilding ist ja wirklich sehr komplex, aber genau das bewundere ich auch an Heitz. Er schreibt das alles so, als würde er das vor sich sehen. Sehr genial.

      Ich werde auf jeden Fall noch mehr von Heitz lesen, denn das hier war schon genial.

      Liebe Grüße
      Silke

Schreibe einen Kommentar zu Aleshanee Tawariell Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert