Wie immer genial [Rezension] Die Bucht, die im Mondlicht versank von Lucy Clarke

Der Beginn war noch eher ruhig, aber dann wurde es wieder unglaublich spannend und absolut unvorhersehbar.

Infos zum Buch:

AutorIn: Lucy Clarke
Titel: Die Bucht, die im Mondlicht versank
Originaltitel: Last Seen
ÜbersetzerIn: Claudia Franz
Format: Paperback
Genre: Roman
Umfang: 416 Seiten
Verlag: Piper Paperback
Erscheinungstermin: 02. Juni 2017
Preis Buch: 15,00 €
Preis ebook: 12,99 €
ISBN-10: 3492060277
ISBN-13: 978-3492060271

Hier zu bestellen:

*Piper Verlag*
 *amazon*
*Thalia*




Schon seit vielen Jahren verbringt Sarah ihren Sommerurlaub auf der kleinen Sandbank, früher nur mit ihrer besten Freundin Isla, heute gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn. Jacob, ihr Sohn, hat heute Geburtstag, doch dieser ist von einem Ereignis von vor sieben Jahren überschattet, als sein bester Freund Marley, Islas Sohn, bei einem Schwimmunfall ums Leben kam. Trotzdem verabschiedet sich Jacob heute von Sarah, um an einer Feier, die von einem Freund ausgerichtet wird, teilzunehmen. Am nächsten Morgen ist er immer noch nicht wieder zurück und Sarah beginnt zu suchen. Doch es fehlt jede Spur von Jacob und es scheint, als hätte er sich in Luft aufgelöst. Warum ist Jacob verschwunden? Ist ihm etwas passiert? Hat es etwas mit den Ereignissen von damals zu tun?





Seit Die Landkarte der Liebe bin ich ein großer Fan der Autorin Lucy Clarke und bisher hat sie mich noch mit keinem ihrer Romane enttäuscht. Jedes einzelne Buch hatte etwas ganz besonderes und so ist es auch wieder mit Die Bucht, die im Mondlicht versank. Gleich von Beginn an schafft es die Autorin mich an ihr Buch zu fesseln und ihr Schreibstil ist auch dieses Mal wieder etwas ganz besonderes, sehr bildlich, sehr intensiv und dabei sehr klar und flüssig, so dass man direkt von der Geschichte gefangen genommen wird. 
Dieses Mal beginnt die Geschichte noch recht ruhig, doch schon vom ersten Moment an spürt der Leser, dass es hier wieder Geheimnisse gibt, die ihren Ursprung bereits in vergangenen Tagen nehmen. Dabei baut die Autorin die Spannung langsam doch sehr konstant auf. Irgendwann möchte man nur noch wissen, was passiert ist und kann das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen. 
Auch hier erzählt Lucy Clarke ihre Geschichte in zwei Zeitebenen, dabei wechselt sie die Perspektiven zwischen den Protagonistinnen Sarah und Isla, die seit zwanzig Jahren beste Freundinnen sind und einige Höhen und Tiefen miteinander erlebt haben. Auf der einen Seite erzählt Sarah aus ihrer Perspektive in der Gegenwart, beschreibt, was sie bewegt und was um sie herum geschieht. Isla hingegen erzählt von Beginn an auf zwei Zeitebenen, auf der einen Seite beginnt sie immer mit kurzen Momente in der Gegenwart, um kurz darauf Vergangenes zu beschreiben. Das lässt sich dank des kursiven Drucks, der den Text der Gegenwart kennzeichnet, übrigens sehr leicht auseinanderhalten. 
Wieder einmal mehr zeigt die Autorin auf, dass Ereignisse, auch wenn sie weit zurück liegen, nie ganz vergessen werden. Zumal es hier dieses Mal, oder eher wie auch sonst, eher ein sehr dramatisches Ereignis ist. Es geht um den Tod von Islas Sohn Marley, auch wenn es noch so offensichtlich war, dass er damals ertrank, so scheint es hier doch Dinge zu geben, die nie geklärt wurden, die immer verschwingen blieben. Das alles kommt so richtig hoch, als plötzlich Jacob verschwindet. Sarah beginnt zu forschen und je mehr sie ins Grübeln und Suchen gerät, desto mehr beginnt sie an sich und ihren Handlungen, aber auch an ihren Freunden zu zweifeln.
Kapitelweise wechseln sich hier Sarah und Isla mit dem Erzählen ab, jeweils in der Ich-Form beschreiben sie das Geschehen, aber auch ihre Gefühle und Gedanken. So lernt man diese Beide sehr intensiv kennen und je mehr man über sie erfährt, desto mehr spürt man, dass es Geheimnisse zwischen den Freundinnen gibt. Viele kleine Momente lassen den Leser innehalten und nachdenken und immer wieder glaubt man, zu wissen, was geschah, nur um wieder in eine ganz andere Richtung gelenkt zu werden.
Die Protagonistinnen Sarah und Isla waren mir von Beginn an eigentlich ganz sympathisch, doch wie so oft zeigt Sarah Clarke, wieviel sich doch hinter einer Fassade verbirgt und es manchmal nur der schöne Schein ist. Ich möchte über die Figuren gar nicht zu viel verraten, ausser dass sie wieder einmal perfekt durchdacht waren und absolut glaubwürdig erscheinen.





Spannend, abwechslungsreich, voller Geheimnisse und mit einem schrecklichen Ereignis aus vergangenen Tagen kommt dieser Roman daher. Ich habe das Buch nur so verschlungen und konnte immer wieder verblüfft werden, wenn die Autorin wieder etwas Neues ans Licht brachte. Mit viel Atmosphäre und bildhaften Beschreibungen wird der Leser auf die Sandbank versetzt und erlebt das Geschehen gleich mit. Ein Buch, bei dem ich während des Lesens mehrfach angesprochen werden musste, um wieder daraus aufzutauchen. Glasklare Leseempfehlung!


7 Gedanken zu „Wie immer genial [Rezension] Die Bucht, die im Mondlicht versank von Lucy Clarke

  1. мєℓαиιє Antworten

    Hallöchen,

    danke für deinen lieben Kommi. :)
    Das Buch bei dir hier hat ka mal ein wunderbaren Cover. ♥
    Klingt vom Text her ja auch wirklich interessant.

    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend,
    Melanie

    • Silly Autor des BeitragsAntworten

      Hallo Melanie,

      oh ja, das Cover ist toll und der Buchschnitt von der Seite ist auch nochmal so schön. :D Es lässt sich auf jeden Fall super lesen.

      Liebe Grüße und dir auch einen schönen Abend,

      Silke

  2. HibiscusFlower Antworten

    Es freut mich sehr, dass dir das Buch so gut gefallen hat, liebe Silke.
    Ich hatte ja so kleine Probleme damit, obwohl ich wie bei den Vorgängern von dem Zusammenspiel der Gegenwart und Vergangenheit, den Geheimnissen und der traumhaften Kulisse sowie dem angenehmen Schreibstil sehr angetan war. Mit Isla und Sarah bin ich nicht so recht warm geworden.
    Liebste Grüße, Hibi

    • Silly Autor des BeitragsAntworten

      Huhu liebe Hibi,

      ich habe bei diesem Buch auch etwas länger gebraucht, als bei den Vorgängern, um hinein zu finden. Allerdings fand ich es dann nachher so spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die Protagonisten mochte ich nur zu Beginn, denn je mehr ich von den Beiden erfuhr, umso unsympathischer wurden sie mir. Kaffee würde ich mit keiner von Beiden trinken wollen. :)

      Liebe Grüße
      Silke

  3. Ruby Celtic Antworten

    Hallo liebe Silke,

    das klingt nach einer wirklich tollen Geschichte. Ich mag es wenn man Geschichten nicht vorausahnen kann und einen die Charaktere immer wieder überraschen. Manche Autoren wissen einfach, wie man die Leser fesselt und an eine Geschichte bindet ;)

    Liebe Grüße, Ruby

    • Silly Autor des BeitragsAntworten

      Hallo liebe Ruby,

      ich mag die Bücher von Lucy Clarke bisher alle sehr gerne, sie hat wirklich ein Talent dazu, Personen absolut authentisch zu zeichnen und ihre Geschichten nicht voraussehbar zu machen.

      Liebe Grüße und hab ein schönes Wochenende,

      Silke

  4. Pingback: Romane Highlights 2017 – worldofbooksanddreams.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert