Gelungene Fortsetzung – Rezension Storm – Die Auserwählte von Virginia Bergin

Mit Storm, die Auserwählte erschien der zweite und letzte Teil der
Rain-Dilogie aus der Feder von Virginia Bergin.

 
Infos zum Buch:
 
Autor: Virginia Bergin
Titel: Storm – Die Auserwählte
Genre: Jugendthriller – Endzeitroman
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Umfang: 432 Seiten
Verlag: Fischer KJB
Erscheinungstermin: 22. März 2016
Preis Buch: 16,99 €
Preis ebook: 14,99 €
ISBN-10: 3737351562
ISBN-13: 978-3737351560
 
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Mittlerweile ist eine Zeit vergangen seit der erste tödliche Regen
fiel, dem ein großer Teil der Weltbevölerung zum Opfer fiel. Die
fünfzehnjährige Ruby ist eine der wenigen Überlebenden, doch die
Armee gewährt nur den “Nützlichen” Hilfe und Unterkunft, so dass
Ruby in ihr Elternhaus zurückgekehrt ist. Dort wartet sie nun
darauf, dass ihr Vater sie holen kommt, denn er hat ihr eine
Nachricht an der Küchenwand hinterlassen, dass er zurückkommen
wird. Doch es kommt niemand, bis eines Tages die Kirchenglocken
läuten. Saskia, die eigentlich auf dem Armeestützpunkt in
Sicherheit war, ist zurückgekehrt und erzählt Ruby haarsträubende
Dinge, denn angeblich würden Experimente an Kindern durchgeführt,
um ein Heilmittel gegen den Virus zu finden. Kurzentschlossen
begleitet Ruby Saskia zurück zur Armee und kann dort kaum ihren
Augen trauen, wie die Menschen hier ihr Leben weiterführen können,
während draußen ein täglicher Kampf ums Überleben stattfindet. Aber
stimmt das mit den Experimenten? Falls ja, was machen sie? Und wo
ist eigentlich Darius, der Nerd, den Ruby eigentlich nicht leiden
kann?! Oder vielleicht doch?
 
 
Bereits der erste Band war mit einem flüssigen, einfachen
Schreibstil versehen und so sieht es auch hier beim zweiten Teil
aus. Die Sprache ist sehr leicht verständlich und recht jugendlich
gehalten. Was auch sehr gut zur Zielgruppe passt und diese durchaus
ansprechen wird. Was an dieser Form so ganz anders ist, ist, dass
Ruby wortwörtlich die Ich-Erzählerin ist, sie richtet also immer
wieder ihr Wort an die Leser, was diese mehr in die Geschichte
einbinden soll. Dieses gelingt nicht bei allem, denn ich fand es
hier und da recht nervig, zumal Ruby anstelle von Schimpfwörtern
oder Flüchen einen dümmlich aussehenden Klecks einsetzt. Diese
Kleckserei, die im ersten Band immerhin noch das Wort Schmetterling
zierte, nahm dann doch etwas überhand und für mich persönlich war
es zu viel des Guten. Auch Rubys Gedankengängen zu folgen, war
nicht immer ganz so einfach, da sie manchmal ein wenig wirr war, in
ihrer Situation aber durchaus verständlich. Ruby war bis dato ein
sehr verwöhntes, zickiges Mädchen, dessen größte Sorgen vor dem
tödlichen Regen, in Nagellack und wie knutsche ich mit dem
angesagten Jungen herum, bestand. Jetzt ist Ruby auf sich allein
gestellt und kommt nicht richtig gut zurecht. Alleine wie sie in
ihrem Elternhaus lebt, hat mich etwas geekelt und gegraust. Ruby
ist keine überschwängliche, kämpferische Heldin, wie man sie aus
anderen Endzeitromanen oder Dystopien kennt, sondern einfach Ruby.
Doch trotzdem sie extrem viele Ecken und Kanten hat, hat sie ihr
Herz am rechten Fleck. Sie handelt häufiger unbedacht und dadurch
gerät sie des Öfteren in Schwierigkeiten, aber es sorgt auch für
das gewisse Maß an Spannung, die durchaus im gesamten Buch
vorhanden ist, also ein recht hoch gehaltener Spannungslevel, mit
dem passenden Höhepunkt am Schluss. Die Nebencharaktere bleiben
hier weitestgehend blass, mir gelang es hier gar nicht, zu einer
der anderen Figuren eine Beziehung aufzubauen. Es kommen zwar auch
hier Personen aus Teil 1 vor, aber viel zu Wort kommen diese nicht.
 
 
Spannend, hier und da etwas wirr und nervig, aber trotzdem sehr
lesenswert, kommt die Fortsetzung daher. Der jugendlicher
Sprachstil sorgt dafür, dass man recht schnell durch die Seiten
fliegt und das Buch dementsprechend kurzweilig bleibt. Ruby ist ein
gewöhnungsbedürftiger Charakter, deren Verhalten ich aber auch hier
entschuldigen kann, denn ich kann mir nicht vorstellen, wie ein
“normaler” Teenie unserer Zeit handeln würde, wenn er in Rubys
Situation geräte. Dementsprechend ist das ganze auch recht
glaubwürdig gehalten. Wer Teil 1 mochte, sollte auf jeden Fall auch
Teil 2 lesen! Von mir gibt es vier von fünf Sternen!
 

 

 

 
 
 

 
 

5 Gedanken zu „Gelungene Fortsetzung – Rezension Storm – Die Auserwählte von Virginia Bergin

  1. Uwes-Leselounge Antworten

    Hi Silke,

    mir hat der 1. Teil "Rain" schon nicht wirklich gefallen und gerade Ruby ging mir gehörig auf den Zeiger. Ich hätte sie am liebsten wachgerüttelt und anscheinend ist sie noch immer so nervig. Ich werde die Trilogie definitiv nicht weiter verfolgen.

    Deine Rezi gefällt mir, nur ist mir die Geschichte nicht richtig durchdacht.

    Liebe Grüße,
    Uwe

  2. Silly Autor des BeitragsAntworten

    Hallo Uwe,

    ja, die gute Ruby macht es dem Leser tatsächlich sehr schwer und ja, sie kam mir persönlich ein wenig nerviger vor als im ersten Teil. Ich versuche sie zwar in Schutz zu nehmen, nach dem Motto: sie ist ja erst 15, aber eine Katniss wird sie leider nicht. Was ich an der Geschichte mag, ist die Idee. Aber das Buch würde ich auch nur empfehlen, wenn man Teil 1 mochte, denn ich fand Ruby diesmal nerviger. ;)

    LG

  3. Der Duft von Büchern und Kaffee Antworten

    Hallo Silke,
    kürzlich wurde mir diese Reihe empfohlen. Ich habe sie noch nicht gekauft sondern erstmal in ein paar Rezensionen hineingeschnuppert. Viele Leser haben den Punkt mit den Schmetterlingen erwähnt. Ich kann mir gut vorstellen, dass mich das auch stören würde und bin nun doch unsicher, ob ich es mir kaufen sollte.

    Liebe Grüße Tanja

  4. Silly Autor des BeitragsAntworten

    Huhu,

    ich glaube, du darfst keine zu hohen Erwartungen an das Buch richten. Es wird von einem doch sehr zickigen und auch verwöhnten Teenager erzählt und ich finde, dass man das sehr gut auch am Schreibstil merkt. Das ist der Autorin durchaus gelungen, Spannung ist auch da. Aber Ruby ist schon sehr speziell. Vielleicht findest du ja eine Leseprobe zum Reinschnuppern? Man bekommt schon sehr schnell einen guten Eindruck, wie das Buch sich lesen lässt. Ich persönlich fand es nicht schlecht, aber es ist ein ganz typisches Buch mit dem Motto: man mag es oder nicht!

    LG

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