Rezension Bad Romeo und broken Juliet – Wohin du auch gehst

Hm, irgendwie werde ich mit diesem Genre nicht ganz warm, wobei es in diesem Buch nicht so extrem zu geht, wie bei z. B. After Passion nervt mich dieses ständige auf und ab der Protagonisten doch immer wieder, aber ich bin auch immer wieder neugierig auf diese Bücher, ob mich nicht doch noch eins mal packen könnte… o_O


Autor: Leisa Raven

Titel: Bad Romeo & Broken Juliet
Genre: Liebesroman
Format: Broschiert
Umfang: 496 Seiten
Verlag: Fischer Verlag
Erscheinungstermin: 23. Juli 2015
Preis: 14,99 €
ISBN-10: 3596033225

ISBN-13: 978-3596033225

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Wir haben das Jahr 2007, Cassie und Ethan studieren an einer der besten
Schulen Schauspiel. Beide fühlen sich schon vom Tag der Bewerbung zu
einander hingezogen und ihre Chemie ist einfach großartig. Während
Cassie offen über ihre Gefühle spricht und gerne eine Beziehung wagen
würde, zögert Ethan noch, wird aber letzen Endes doch noch schwach. 2013
sind Beide berühmte Schauspieler, aber kein Paar mehr. Ethan hat sich
von Cassie getrennt. Für eine Theaterproduktion werden die Beiden jedoch
gemeinsam engagiert und so treffen sie wieder aufeinander. Cassie ist
zu tiefst verletzt, aber Ethan versucht sie zurück zu erobern. Ob es ihm
gelingen wird?

Das Buch wurde in zwei verschiedenen Zeitebenen geschrieben, so dass man
sowohl die gemeinsame Vergangenheit der beiden Protagonisten
kennenlernt, als auch die Gegenwart und wie sie heute zueinander stehen.
Das ist durchweg gelungen und ich hatte zu keiner Zeit Probleme, mich
zurecht zu finden. Richtig gut gefallen hat mir Leisa Rayvens
Schreibstil, sehr locker, schwungvoll und auch sprachlich sehr
jugendlich gehalten. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass einfach
nicht wirklich viel passiert in dem Roman. Die Protagonisten drehen sich
regelrecht auf der Stelle und es ist immer das gleiche. Während Cassie
alles dafür einsetzt, eine Beziehung zu Ethan aufzubauen, versucht
dieser, sich immer wieder dagegen zu sträuben. Und so geht es beinahe im
ganzen Buch, bzw. immer in den Teilen, die in der Vergangenheit
stattfinden. Auch inhaltlich gibt es leider nicht sehr viel Neues, ich
hatte den Eindruck, doch alles irgendwie schon einmal so oder so ähnlich
in anderen Büchern gelesen zu haben. Gefallen hat mir, dass die Beiden
nicht schon gleich auf den ersten 20 Seiten übereinander herfallen, wie
es in letzter Zeit häufiger zu lesen ist und doch hätte ich mir mehr
Handlung gewünscht. So kam, trotz des wirklich extrem guten Schreibstil
immer wieder Langeweile auf. Die Gegenwart ist dann ein bisschen anders,
da die Protagonisten keine Beziehung mehr miteinander haben und hier
ist es dann auch umgekehrt, während Ethan sich bemüht, um Cassie zu
kämpfen, kämpft diese regelrecht mit sich selbst und ihren Gefühlen.
Cassie ist das brave, behütete Mädchen vom Lande, unschuldig, lieb und
nett, aber zu ihrem Leidwesen auch immer noch Jungfrau. Ethan ist der
typische Bad Boy, cool und unnahbar, ohne jemanden so richtig an sich
ran zu lassen, der aber eigentlich sehr viel gefühlvoller und
verletzlicher ist, als er sich gibt. Das die beiden zusammen eine
explosive Mischung ergeben, ist da vorprogrammiert. Während die beiden
dann getrennt voneinander sind, scheinen sie eine Wandlung zu machen,
denn hier ist zuerst Cassie die, die sich unnahbar gibt. Beide
Protagonisten machen eine Wandlung, die ihren Ursprung in der
vergangenen Beziehung hat. Somit bleiben aber auch die Protagonisten
eher klischeehaft und es kommt nichts Neues. Die Nebencharaktere bleiben
eher im Hintergrund und auch sehr blass. Da ist die typische schöne,
zickige Diva, der Clown der Klasse und Ethans Gegenspieler, die nette
kleine Schwester, der strenge Vater und die lustige Mutter. Aber
wirklich Tiefgang bekommt leider keiner.

Ein zwar unterhaltsamer Roman, der mich hauptsächlich dank eines recht
guten Schreibstils bei der Stange halten konnte. Geschehen und
Charaktere haben wenig Tiefgang und auch die Handlung ist vorhersehbar
und nicht aussergewöhnlich. Ein nettes Buch, dass man durchaus mal an
einem verregneten Nachmittag gemütlich lesen kann, wenn man kein
literarisches Glanzwerk erwartet.

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