Rezension The School for good and evil – es kann nur eine geben- Soman Chainani

Dieses Buch lag schon kurz nach seinem Erscheinungstermin auf meinem SuB, aber irgendwie hab ich anderen Büchern den Vorzug gegeben. Wie gut, dass ich das dann doch noch schnell geändert habe. ;-) Hier ist übrigens nicht nur der Schutzumschlag ein echter Hingucker, sondern auch das Buch sieht einfach nur traumhaft aus.

Autor: Soman Chainani

Titel: The school for good and evil – Es kann nur eine geben
Originaltitel: The school for good and evil
Genre: Jugendbuch
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Umfang: 512 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Erscheinungstermin: 23. September 2015
Preis: 16,99 €
ISBN-10: 3473401277

ISBN-13: 978-3473401277

In Gavaldon, einem kleinen Dorf mitten im Wald, wachsen Sophie und
Agatha auf. Doch in diesem Dorf werden alle vier Jahre Kinder
entführt, die spurlos verschwinden, Gerüchten zu Folge werden sie
in die Schule für gut und böse gebracht, in der sie zu
Märchenfiguren ausgebildet werden. Tatsächlich findet man in den
Märchenbüchern Abbildungen von Kindern wieder, die den entführten
Kindern ähnlich sehen. Sophie glaubt seit Jahren daran, dass sie
für die Schule der Guten, der Immer, ausgewählt wird und kann die
Nacht der Entführung kaum abwarten, ihre Freundin Agathe ist das
genaue Gegenteil Sophies und für Sophie ist es völlig klar, das
Agathe für die Schule der Bösen, der Nimmer, ausgewählt wird. Und
tatsächlich kommt eine Gestalt in der Nacht und holt die beiden
Mädchen, doch ab dann kommt alles ganz anders als gedacht, denn die
schöne Sophie landet bei den Nimmern und Agathe bei den Immern und
das Ganze sorgt natürlich für mächtig Aufregung.

Das Buch hat mich von der Optik her an ein Manga erinnert und
irgendwie hat mich genau das neugierig gemacht. Tatsächlich ist es
auch ein recht dicker Wälzer, der aber so kurzweilig geschrieben
ist, dass ich ihn in kürzester Zeit verschlungen und mich dabei
köstlich amüsiert habe. Der Schreibstil ist so lebendig, dass man
sich gleich von Beginn an in der Geschichte befindet und den beiden
Protagonistinnen zuschauen kann. Auch schafft der Autor es sehr
gut, seinen Beschreibungen der Umgebung so viel Lebendigkeit zu
verpassen, dass ich mir die Schule und alles drum und dran bildhaft
vorstellen konnte. Alles in allem hat es mich an ein modernes,
sprachlich frisches und jugendliches Märchen erinnert. Mit viel
Magie und Zauberei und natürlich sehr vielen Geschehnissen
durchlebte ich allerlei Turbulenzen mit den Mädels aus Gavaldon.
Rein optisch könnten die zwei nicht unterschiedlicher sein, Sophie,
schön, blond und ihrer Meinung nach, absolut gut und tugendhaft,
ist in meinen Augen eine hochnäsige, absolut oberflächliche Zicke,
die genau weiß, wie sie Agathe ausnutzen kann. Denn Agathe ist zwar
optisch die hässliche von den Beiden, doch mir durchweg
sympathisch. Trotzdem Sophie sie immer wieder hängen läßt, springt
Agathe ihr immer wieder hilfreich zur Seite. So verschwimmen doch
sehr oft die Linie zwischen Immer und Nimmer und die schönen Immer
sind doch eher arrogant. Tja, und die Nimmer, die doch so
unglaublich böse sind? Die fand ich jetzt eher harmlos, und
teilweise tatsächlich sympathisch. So hat das Buch auch noch eine
etwas tiefere Aussage zu treffen: nicht alles schöne ist gut und
nicht alles häßliche ist böse. Und gegen Ende konnte mich das Buch dann auch noch mit einer gehörigen Portion Spannung überraschen. Ich muss sagen, dass ich diese Wendung so nicht vorhergesehen habe und das hat mir so richtig gut gefallen. Für die genannte Zielgruppe, ab 12 Jahren, ist the school for good and evil mit Sicherheit eine sehr spannende Lektüre und für mich als Erwachsene brachte es unterhaltsame und sogar spannende Lesestunden.

Eine gelungene Geschichte, die viel Lebendigkeit und Fantasie ausstrahlt und
die mich immer wieder zum Lachen bringen konnte, gerade weil es dem
Autor gelang, alles wunderbar bildhaft zu schildern. Mit viel Tempo
und genauso viel Kreativität, aber auch eine Portion
Situationskomik wurde ich an dieses Buch gefesselt, gegen Ende wurde es dann auch noch sehr spannend und die Seiten flogen nur so an mir vorbei. Ein Buch, das
mir beim Lesen sehr viel Spaß gemacht hat und mit einem fiesen
Cliffhanger endet. Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten
Teil, der mit Sicherheit bei mir einziehen wird.

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