
Infos zum Buch:
AutorIn: Jon Atli Jonasson
Titel: Schmerz
Originaltitel: Brotin
Übersetzerin: Freyja Melsted
Format: Paperback
Genre: Krimi
Umfang: 352 Seiten
Verlag: Fischer Verlage
Erscheinungstermin: 19. Februar 2025
Preis Buch: 18,00 €
Preis eBook: 14,99 €
ISBN-13: 978-3651001343
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**S. Fischer Verlage**
Inhalt
Dora, die nach einem Polizeieinsatz mit einer schweren Hirnverletzung zu kämpfen hatte, ist eigentlich nur noch im Innendienst am Schreibtisch im Einsatz. Doch dann verschwindet im Thingvellir-Nationalpark ein Teenager und da alle anderen Ermittler mit einem Großeinsatz beschäftigt sind, wird Dora zu den Ermittlungen gerufen. Dora kommt das Verschwinden merkwürdig vor und deshalb wird ihr Rado zugeteilt. Der Ermittler hat sich selbst bei der Polizei hochgearbeitet, da er aber aus schwierigen familiären Verbindungen zur Unterwelt in Schwierigkeiten geraten ist, bleibt ihm nichts anderes übrig, als Dora zu begleiten.
Meine Meinung
Der Klappentext klang äußerst spannend und auch ein wenig ungewöhnlich, vor allem was die Ermittler betrifft. Der Einstieg wurde mir hier allerdings ein wenig erschwert. Der Schreibstil des Autors Jonasson wird von kurzen Sätzen dominiert, die das Ganze ein wenig unterkühlt wirken lässt. Ich blieb dadurch komplett auf Abstand und konnte weder zu den Ermittlern noch zu dem Geschehen eine Verbindung aufbauen. Hier scheint auf jeden Fall kein Wort zu viel zu sein.
Auch sonst war es am Anfang sehr langwierig, die beiden Ermittler werden vorgestellt, inklusive ihrer familiären Verhältnisse. Der eigentliche Fall, der hier im Klappentext angeteasert wurde, nimmt zunächst nur sehr wenig Raum ein. Auch sonst fand ich das man einfach zu wenig miträtseln und grübeln konnte. Sowas mag ich immer sehr, aber hier blieb ich außen vor und reiner Beobachter.
Die Handlung ist auf Island begrenzt, man erfährt aber nicht allzu viel über die Umgebung. Merkwürdig fand ich, dass man dem Verschwinden eines Teenagers eher wenig Beachtung geschenkt hat. Die gesamten Ermittlungen zogen sich in die Länge und es passierte einfach nichts besonderes, erst zum Ende wird ein wenig Tempo a
Dora und Rado fand ich grundsätzlich sehr spannend und mal einfach ganz anders. Dora ist wild entschlossen, aber nach ihrer Hirnverletzung auch ein absoluter Sonderling. Zwar entdeckt sie immer wieder Hinweise oder Verbindungen, die niemand anderem aufgefallen wären, aber trotzdem weiß man nie, ob sie nicht doch einfach ausspricht, was durch ihren Kopf geht und das hat halt nicht immer was mit ihren Ermittlungen zu tun. Ob ein Mensch mit solch einer Verletzung überhaupt wieder in den Polizeidienst hätte eintreten dürfen, bleibt fraglich.
Rado ist eigentlich ein gelungener Ermittler, doch durch seine Familie gerät er immer wieder in Schwierigkeiten. Insgesamt ist es mir nicht gelungen, mit den beiden eine Verbindung aufzubauen, da sie doch sehr distanziert und kühl wirkten.
Mein Fazit
Leider hatte ich völlig andere Erwartungen an das Buch, die es dann letzten Endes nicht erfüllen konnte. Für meinen Geschmack war es leider zu langatmig und insgesamt auch distanziert, so dass ich weder mit den Ermittlern mitgefiebert noch irgendwie mit Vermutungen aufgestellt habe, was hier passiert. Zwar gab es hier die recht typische, etwas düstere skandinavische Atmosphäre, was für mich aber leider nicht ausreichte. Für mich war das leider nichts.