[Rezension] Zara Nesbit – Blutrabe von Ily Romansky

Bild-/Coverrechte: Ily Romanski

Infos zum Buch:

AutorIn: Ily Romansky
Titel: Zara Nesbit – Blutrabe
Format: Taschenbuch
Genre: Fantasy
Umfang: 354 Seiten
Verlag: Create Space Independent
Erscheinungstermin: 05. August 2018
Preis Buch: 9,58 €
Preis ebook: 1,49 €
ISBN-10: 1724620142
ISBN-13: 978-3596299997
ASIN: B07F6DZTJH

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*ilyromansky.com*

Inhalt

England im Jahr 1557, die junge Gouvernante Zara Nesbit ist auf den Weg in das kleine Dörfchen Blackby. Hier soll sie die Betreuung der Tochter des Barons Wycliff, Gertie, übernehmen. Als Gouvernante gehört es ebenfalls zu ihren Aufgaben, die Magie von ihrem Schützling fern zu halten. Doch bereits auf dem Weg nach Blackby muss Zara feststellen, dass die Magie hier allgegenwärtig ist und diese Magie ist dunkel und böse. Im Dorf erfährt sie nach und nach, dass eine Hexe den Ort mit einem Fluch belegt haben soll und nicht nur den Ort, sondern auch Zaras Schützling Gertie, die durch ihre Andersartigkeit die Menschen schon verängstigt. Als sich die Magd Jenny an Zara wendet, um sich ihr anzuvertrauen, will diese ihr zuhören, doch dazu kommt es schon nicht mehr, denn Jenny wird getötet.

Meine Meinung

Dieses Buch klang spannend und ein wenig anders, wie ein magischer Krimi am Rande des Mittelalters und genau diesen habe ich auch erhalten.
Mit fiel der Einstieg in die Geschichte sehr leicht, denn der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und schon der Beginn macht neugierig auf das, was da noch kommen wird. Ily Romansky erzählt in einer Sprache, die durchaus die Zeit, in der die Geschichte spielt, glaubhaft macht, trotzdem ist es nicht so hochgestochen, dass man Probleme mit dem Inhalt bekommen könnte.
Was mir ganz besonders gefallen hat, ist die Atmosphäre der Geschichte, denn diese ist sehr düster, sehr geheimnisvoll und das von Beginn an. Selbst wenn die Handlung am Tage spielt, hatte ich vor meinem inneren Auge immer eine gewisse Düsternis, die hier auch zur gesamte Stimmung und Atmosphäre des Dorfes passt.
Das Setting, der kleine Ort Blackby und auch die ehemalige Abtei, in der Zara mit der Familie des Barons lebt, sind gut vorstellbar, aber nicht zu detailliert und ausschweifend beschrieben, so dass dem Leser genügend Raum für eigene Vorstellungen und Fantasien bleiben. Passend ist das Gedankengut, was zu dieser Zeit herrschte, dargestellt. Man spürt den Aberglauben bei den Menschen und wie schnell sich diese von Kleinigkeiten beeinflussen lassen. Gerade was das Thema Hexe und Magie, welches hier ja durchaus zur Realität gehört, wurde glaubwürdig mit der Geschichte verflochten.
Die Handlung war ein wenig düster, ein wenig magisch und hier und da musste ich aber noch einmal nachlesen, ob ich alles richtig verstanden hatte. Ily Romansky nimmt sich durchaus Zeit ihre Charaktere und deren Eigenschaften vor- und darzustellen, das hätte ich mir auch ein wenig mehr von diesem magischen Zweig gewünscht. Wobei dieser sich, je weiter man in die Geschichte abtaucht, so nach und nach von alleine erklärt.
Durch einen dritte Person Erzähler verfolgt der Leser das Geschehen aus Zara Nesbits Perspektive, so dass man sich hier recht schnell mit gerade dieser verbunden fühlt. Sie war für mich eine sehr gelungene Protagonistin, bei der man durchaus spürt, dass auch sie Geheimnisse hat. Doch Zara ist für ihre Zeit sehr aufgeschlossen, sehr loyal gegenüber Menschen, die ihr ans Herz gewachsen sind und geht Dingen auf den Grund, die sie manches Mal besser hätte ruhen lassen. Mir war sie sehr sympathisch und ich könnte mir durchaus vorstellen, ihre Geschichte noch weiterzuverfolgen, auch wenn das Buch erstmal in sich abgeschlossen scheint. Neben Zara gibt es noch eine Vielzahl weiterer Charaktere, von denen vor allen die für die Handlung wichtigen Personen mit sehr viel Lebendigkeit und Authentizität versehen sind. Allen voran Hebamme Maggie, aber auch die kleine Gertie sind noch Personen, die mir im Gedächtnis bleiben. Aber auch Mrs Nedlethumber oder der Priester Corvin sorgen für Abwechslung. Manche Personen sind typisch für ihre Zeit und den Ort in dem die Handlung spielt, manche sind aussergewöhnlich. Die Mischung daraus hat mir gut gefallen und sorgte für das richtige Maß an Leben.

Mein Fazit

Ein gelungenes Debüt, das mich vor allem mit seiner interessanten Genremischung sehr gut unterhalten hat. Der Schreibstil ist angenehm, leicht und flüssig und die Handlung spannend und auch aussergewöhnlich, wenn ich auch hier und da nochmal genauer nachlesen musste, ob ich auch den Faden richtig beibehalten habe. Wer sich eine Mischung aus Magie, Krimi und Historie vorstellen kann, sollt hier einmal hineinlesen, denn die Geschichte ist einmal etwas anderes und weicht vom Schema F ab.

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