[Rezension] Die Blutkönigin von Sarah Beth Durst

Ein Debüt, das mich sehr positiv überrascht hat.

Infos zum Buch:

Coverrechte: Penhaligon Verlag © Foto Silke Tellers||World of Books and Dreams

AutorIn: Sarah Beth Durst
Titel: Die Blutkönigin
Originaltitel: The Queen of Blood
ÜbersetzerIn: Michaela Link
Format: Paperback
Genre: Fantasy
Umfang: 544 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag
Erscheinungstermin: 30. Oktober 2017
Preis Buch: 15,00 €
Preis ebook: 11,99 €
ISBN-10: 3764531886
ISBN-13: 978-3764531881
ASIN: B071XRVQ93

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 Inhalt

Als Elementargeister das kleine Dorf, in dem Daleina mit ihrer Familie lebt, angreifen, schaffen sie es so gerade noch, sich in ihrem kleinen Haus zu retten. Doch dabei kommt etwas zu Tage, mit dem das Mädchen nicht gerechnet hätte, sie hat die seltene Gabe, die Elementargeister zu kontrollieren. Mädchen mit solchen Gaben werden von den Dorfhexen ausgebildet und haben später die Möglichkeit, an Schulen zu lernen, ihre Gaben noch kontrollierter einzusetzen, um einst Königin über das Land zu werden. Doch Daleinas Gabe ist nich so intensiv, wie bei manch einer anderen, trotzdem gelingt es ihr, an der Schule aufgenommen zu werden. Fleiß und Willensstärke zeichnen sie aus, doch wird dies genügen?

Meine Meinung

Gleich auf den ersten Blick wurde ich auf dieses Buch aufmerksam, denn das Cover ist wirklich wunderschön und ansprechend. Dementsprechend neugierig war ich auf das, was sich dahinter verbirgt und gleich zu Beginn, der Inhalt konnte mich auch begeistern.
Der Schreibstil der Autorin hat mich sehr schnell in ihren Bann gezogen, denn sie versteht es ausgezeichnet, mit Worten Bilder lebendig werden zu lassen. Dabei ist die Geschichte sehr flüssig zu lesen und nimmt den Leser mit auf eine fantasievolle Reise. Auch wenn die Protagonistin noch jünger ist, denke ich aber, dass die Geschichte eher für den etwas älteren Leser/Teenager geeignet ist, für ein Jugendbuch sind hier doch manche Szenen sehr anschaulich beschrieben.
Die Geschichte an für sich ist eher ruhig, zumindest über große Strecken bleibt das Tempo eher gemächlich und doch wird es hier niemals langweilig, denn die gesamte Idee ist spannend zu verfolgen und die Umsetzung der Geschichte durch die Autorin absolut gelungen. Erst im letzten Teil wird es dann auch zunehmend spannender und doch war ich hier durchweg mitten in der Geschichte.
Das Worldbuilding rund um die Elementargeister mag nicht völlig neu sein, allerdings fand ich hier auch wieder die Umsetzung sehr individuell und neu. Landschaften, Gebäude und Personen waren gut vorstellbar und haben mir sehr gut gefallen.
Innerhalb der Geschichte, die durch einen personellen Erzähler in der dritten Person erzählt wird, wechselt die Autorin immer mal wieder die Perspektiven. Zum großen Teil erleben wir das Geschehen mit Daleina gemeinsam und das über mehrere Jahre hinweg. Zwar gibt es dabei immer wieder größere Zeitsprünge, doch ich hatte hier nicht das Gefühl, dass ich etwas verpasst hätte, um Daleinas Entwicklung nachvollziehen zu können. Neben dieser Perspektive gibt es immer mal wieder kleinere Momente aus der Sicht anderer Charaktere, wie z. B. die des Meisters Ven oder der Königin.
Die Protagonistin Daleina hat mir hier sehr gut gefallen, denn sie ist eine etwas andere Heldin. Ihr Talent ist nicht überragend, dafür handelt sie mit Herz und Mut. Sie lernt mit ihren Fähigkeiten umzugehen und ihre Entwicklung dabei ist glaubwürdig. Allerdings konnte ich mich nicht immer in sie hineindenken, was wohl mit an der Erzählperspektive lag, die einfach auch ein wenig die Gedanken- und Gefühlswelten der Charaktere zurückhielt. Trotzdem war sie mir sehr sympathisch und ich bin gespannt, wie es mit ihr weitergehen wird.
Neben Daleina gibt es eine große Anzahl an Nebencharakteren, bei denen ich auch die Entwicklung beobachten konnte. Doch auch hier gilt das gleiche, wie auch bei Daleina. Mir fehlte es ein wenig, hier mitzufiebern, weil ich sie einfach nur durchweg beobachtet habe. Sie agieren doch meistens eher im Hintergrund und doch haben mich einige Ereignissen treffen und schockieren können.
Einen Charakter fand ich übrigens sehr spannend, nämlich Merecote, und bei ihr bin ich sehr neugierig, ob sie in den nächsten Bänden wieder in Erscheinung treten wird, denn ich könnte mir durchaus vorstellen, wie ihr nächster Auftritt aussehen könnte.

Mein Fazit

Alles in allem konnte mich die Autorin mit ihrer Geschichte rund um Daleina fesseln und mitreißen. Auch wenn der Grundton, bzw. das Grundtempo der Story eher ruhig bleibt, ist es trotzdem spannend und interessant. Die Idee dahinter klingt nicht völlig neu, doch die Umsetzung des Ganzen war, für mich, auf jeden Fall etwas Neues. Die Charaktere könnten für mich noch eine Spur mehr Tiefe erhalten, sind fürs reine Beobachten allerdings gut dargestellt. Atmosphäre und Worldbuilding konnten mich überzeugen. Eine Fantasygeschichte, die ich gerne an Leser weiterempfehle, die Welten mit Magie mögen und nicht permanent Action brauchen.

2 Gedanken zu „[Rezension] Die Blutkönigin von Sarah Beth Durst

  1. Laura von SkylineOfBooks Antworten

    Hi Silke!

    Das Buch wollte ich mir schon seit längerem näher ansehen, darum passte es perfekt, dass ich eben deine Rezi entdeckt hab. Ich bin mir nun allerdings nicht sicher, ob mir das Buch gefallen könnte, denn einerseits klingt das, was du zur Atmosphäre sagst, super, aber wenn der Handlung etwas die Rasanz fehlt, bin ich ein wenig am Zweifeln, ob mich die Geschichte fesseln kann. Ich hätte nämlich schon etwas Action erwartet…

    Liebe Grüße
    Laura

    • Silly Autor des BeitragsAntworten

      Hallo Laura,

      also mir hat es sehr gut gefallen, also richtig Rasanz gibt es hier relativ wenig, die Autorin erzählt die Geschichte mehr oder weniger in einem Tempo (also zum Schluss wird es auf jeden Fall noch actionreicher), aber es ist auf keinen Fall langweilig. Ich weiß auch nicht ganz, ob dir da eine Leseprobe helfen würde, denn der Beginn ist tatsächlich sehr ereignisreich… Also echt schwierig, was ich dir da raten könnte.

      Liebe Grüße
      Silke

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