Leider nicht ganz überzeugend – Rezension Stilles Vermächtnis von Sabine Durrant

Im Pendo Verlag erschien der Thriller Stilles Vermächtnis aus
der Feder der Autorin Sabine Durrant.


Infos zum Buch:

Autor: Sabine Durrant
Titel: Stilles Vermächtnis
Genre: Thriller
Format: Paperback
Umfang: 432 Seiten
Verlag: Pendo
Erscheinungstermin: 30. März 2015
Preis Buch: 14,99 €
Preis ebook: 8,99 €
ISBN-10: 3866123620
ISBN-13: 978-3866123625

Hier zu bestellen:

Lizzy und Zack waren glücklich miteinander, bis Zach am
Valentinstag einen tödlichen Unfall erleidet. Lizzy, Anfang 40,
Bibliothekarin und ein eher stilles Wasser, leidet sehr unter dem
Verlust ihrer großen Liebe und zieht sich sehr zurück. Sie meidet
den Unfallort, doch als der Tag des Geschehens sich zum ersten Mal
jährt, fährt sie zu der Unfallstelle und kann nicht fassen, was sie
dort vorfindet. Ein Blumenstrauß liegt dort am Straßenrand mit den
Worten: Für Zach, Xenia! Aber wer ist Xenia? Woher kannte sie Zach?
Und warum hat sie die Blumen dort abgelegt? Hatte Zach etwa eine
Geliebte? Lizzy beginnt nachzuforschen und trifft auf immer mehr
unerklärliche Begebenheiten.
Sabine Durrant schreibt einen Thriller, der eher in die Richtung
eines psychologischen Verwirrspiels geht und ohne blutiges Gemetzel
daher kommt. Erzählt wird die Geschichte aus abwechselnder
Perspektive, mal wird aus der Sicht Lizzys in der Gegenwart
erzählt, dann erhält man wieder Informationen von Zach aus der
Vergangenheit. Während des Lesens wird sehr schnell klar, dass hier
so einiges im Argen lag und nichts so ist, wie es erscheint. Es
beginnt eine Geschichte über Lügen und Besessenheit. Sabine Durrant
hat durchaus einen guten Schreibstil und kann mit Worten umgehen,
aber für mich persönlich war es dann doch sehr langatmig und die
Geschichte konnte mich nicht so mitreißen, wie ich es mir gewünscht
hätte. Alles in allem war es mir zu sehr konstruiert und zu
vorhersehbar, so dass ich mir recht schnell denken konnte, worauf
das alles hinaus laufen sollte. Es werden so viele Irrungen und
Wirrungen eingebaut, die dann aber leider eher dazu führten, dass
es zu langatmig wurde und ich jedes Mal den Lesefluss verlor.
Durch die Erzählperspektiven konnte ich die Protagonisten gut
kennenlernen und es wurde schnell klar, dass mit Zach etwas nicht
stimmt. Auf den ersten Blick kommt er wie ein liebender Ehemann
rüber, doch je mehr man über ihn liest, desto mehr kommt man dem
wahren Zach auf die Spur. Das war auch wirklich sehr gut
dargestellt und absolut glaubhaft, Zach als Charakter konnte mich
völlig überzeugen. Lizzy dagegen war zwar sehr sympathisch
gezeichnet, aber auch völlig naiv und ihre Handlungen haben mich
nicht nur den Kopf schütteln lassen. Während ich die Handlungen
ihrem Mann gegenüber zwar nicht verstehen konnte, war mir durchaus
bewusst, dass es so durchaus realistisch sein kann. Doch als dann
noch Onnie auftaucht, konnte ich das alles so gar nicht mehr
glauben und habe nur noch den Kopf geschüttelt. Kann jemand
wirklich so sein, dass er sich alles gefallen läßt? Sie handelt
extrem leicht gläubig und deshalb konnte ich so manches absolut
nicht nachvollziehen, z.B. dass man einer Fremden seinen Schlüssel
überläßt?
Das Grundthema hat mir sehr gut gefallen, ich mag solche Verwirrspielchen
mit geschickt ausgelegten falschen Fährten eigentlich sehr gerne.
Leider trafen hier sehr viele Geschehnisse aufeinander und es wurde
zu langatmig und konstruiert. Die Darstellung Zachs hat mir sehr
gut gefallen und war nachvollziehbar, leider war mir Lizzy dann zu blauäugig, zu naiv, zu
brav und ich konnte manches Mal nur noch den Kopf schütteln. Sabine
Durrant hat einen sehr guten Schreibstil, versucht aber hier zu
viel des Guten und konnte mich letzten Endes nicht
völlig überzeugen. Ich gebe drei von fünf Sternen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.